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Babcock Noell sichert Folgeauftrag für Reststoffbearbeitungszentrum am Kernkraftwerk Ignalina in Litauen

13.11.2015

Babcock Noell, maßgeblicher Unterlieferant für den Generalauftragnehmer Nukem Technologies GmbH, lieferte im Konsortium mit Ansaldo Nucleare das Detail Design und das Prozessequipment für ein Reststoffbearbeitungszentrum am Standort des abgeschalteten Kernkraftwerks Ignalina in Litauen.

Das Reststoffbearbeitungszentrum B1/2/3/4 besteht unter anderem aus dem Abfallmanagementkomplex zur Bergung, Sortierung und Konditionierung von Abfällen  aus dem Betrieb und Rückbau des Kernkraftwerkes Ignalina sowie den Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente.

Der Lieferumfang der Babcock Noell umfasst insgesamt 21 Spezialkomponentenpakete für die Retrieval Unit 1 (RU1), das Landfill Sorting Facility (LSF), das Control Building (CB) und die dazugehörenden Hilfs- und Nebensysteme. Hierbei handelt es sich unter anderem um 3 Brückenkräne von 3,2 t – 10 t, mobile und stationäre Abschirmungen, Feuertüren, eine Containerumladestation und -schleuse, fernhantierte Abfall-Sortiereinheiten, Manipulatortechnik sowie die E- und Leitechnik und Videoüberwachung der gelieferten Anlagenteile.
 
Mit modernster Technik ausgestattet und einer sicheren, effizienten und langfristigen Entsorgungsstrategie wird diese Anlage schon heute in der Branche als Zukunfts-Benchmark gehandelt und stellt für die Babcock Noell ein zukunftsweisendes Referenzprojekt dar.

Anlässlich des bevorstehenden Montageabschlusses der B2 Solid Waste Retrieval Facility trafen sich am 17. September 2015 die Geschäftsführung der Nukem Technologies GmbH und der Babcock Noell vor Ort, um die weitere Unterstützung des Konsortiums während der kalten und heißen Inbetrieb-setzungphase der Anlage sowie das Training des Endkundenpersonals abzu-stimmen.

Beide Seiten einigten sich darauf, die Zusammenarbeit im Projekt B2 Ignalina auszubauen. Im Rahmen eines Vertragsnachtrages wird die Babcock Noell im Konsortium mit Ansaldo Nucleare die Nukem Technologies GmbH bei der Erreichung der finalen Projektmeilensteine weiter unterstützen.

Die Projekte für den Rückbau des Kernkraftwerkes Ignalina werden von der EU über die European Bank of Reconstruction and Development (EBRD) und den International Decomissioning Support Fund (IIDSF) finanziert.

Der Abschluss des Projektes ist mit der Erteilung der Betriebsgenehmigung für Reststoffbearbeitungszentrums im September 2017 vorgesehen.